{"id":671,"date":"2015-12-30T18:08:53","date_gmt":"2015-12-30T23:08:53","guid":{"rendered":"https:\/\/fernweg.eu\/?p=671"},"modified":"2021-12-27T17:20:23","modified_gmt":"2021-12-27T16:20:23","slug":"weihnachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fernweg.eu\/?p=671","title":{"rendered":"Weihnachten  ||  Ecuador"},"content":{"rendered":"<p>\u00a1Hola!<\/p>\n<p>Nach langer Zeit kommt mal wieder ein Beitrag aus meinem Leben.<\/p>\n<p>Bereits seit Ende November steht bei uns im Haus der Tannenbaum und auch die Krippe steht schon so lange. Sogar die Klassenzimmer in meiner Schule wurden von den Klassen weihnachtlich dekoriert. Im Englischunterricht haben wir auch Ende November schon ein Weihnachtslied gesungen, \u201eWe wish you a merry christmas\u201c. Und kurz vor Weihnachten wurde das Singen dann benotet &#8211; im Fach Englisch.<\/p>\n<p>Neun Tage vor Weihnachten begann die sogenannte &#8217;novena&#8216;. Das wurde sowohl in meiner Schule \u2013 es gab jeden morgen eine Formation mit kleiner Messe \u2013 als auch in der Familie gefeiert. In der Familie sind wir jeden Tag in einem anderen Haus gewesen und haben gemeinsam gebetet und gegessen.<\/p>\n<p>Mit der Klasse haben wir T\u00fctchen mit S\u00fc\u00dfigkeiten f\u00fcr die armen Kinder bef\u00fcllt. Das ist hier eine Art Tradition zu Weihnachten. Man f\u00fcllt T\u00fcten mit Bonbons, Keksen und\/oder Schokolade und gibt das den armen Kindern z. B. an der Stra\u00dfe oder an Schulen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderDie avenida in Riobamba ist auch recht weihnachtlich geschm\u00fcckt. An den Stra\u00dfenlaternen h\u00e4ngen Sterne, Glocken und B\u00e4ume, die rot oder gr\u00fcn leuchten. Der <em>Parque Sucre<\/em> (sucre war die W\u00e4hrung in Ecuador, bevor der Dollar eingef\u00fchrt wurde) war komplett dekoriert mit Lichterketten.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_1_placeholder<a href=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/wpid-img-20151227-wa0002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-705 alignright\" src=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/wpid-img-20151227-wa0002-169x300.jpg\" alt=\"wpid-img-20151227-wa0002.jpg\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/wpid-img-20151227-wa0002-169x300.jpg 169w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/wpid-img-20151227-wa0002-576x1024.jpg 576w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/wpid-img-20151227-wa0002.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a>Am letzten Sonntag vor Weihnachten habe ich mich mit zwei anderen ATS von meiner Organisation getroffen und wir haben zusammen Pl\u00e4tzchen gebacken, um wenigstens ein bisschen in Weihnachtsstimmung zu kommen. Allerdings war das schwerer als erwartet, weil die Zutaten, die wir in Deutschland haben, hier entweder gar nicht oder nur in anderer Form zu erhalten sind. Am Ende hatten wir Kokosmakronen alias Kokossplitterb\u00e4llchen, Zimtsterne alias Zimtkreise und Vanillekipferl alias versalzene Kipferl &#8211; die Margarine war gesalzen. Also Pl\u00e4tzchen backen in Deutschland ist definitiv leichter und man hat ein leckereres Ergebnis!<\/p>\n<p>Am letzten Schultag hatte meine Schule den &#8218;Pase del Ni\u00f1o&#8216;. Es war eine Art Umzug, bei dem Sch\u00fcler*innen aus allen Klassen unterschiedlich traditionelle T\u00e4nze getanzt haben. Danach haben auch wir T\u00fcten mit S\u00fc\u00dfigkeiten, ein Sandwich und eine Cola bekommen. Da meine Videos zum <em>Pase del Ni\u00f1o<\/em> nicht hochgeladen werden k\u00f6nnen, habe ich <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2c3kx8cY5E8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"text-decoration: underline;\">hier<\/span><\/a> ein Video gefunden, das sogar einen <em>Pase<\/em> meiner Schule zeigt.<\/p>\n<p>Am Dienstag war sehr viel Familie im Haus. Nachmittags habe ich Fanny beim Kochen f\u00fcr das Weihnachtsessen am Abend bzw. in der Nacht &#8211; wir haben gegen 22 Uhr gegessen &#8211; geholfen. Hier ist das traditionelle Weihnachtsessen Truthahn. Am n\u00e4chsten Morgen wurde ich um halb sieben von unserer Nachbarin, Washingtons Nichte, geweckt, weil die T\u00fcr zu gesperrt war und sie nicht reinkam, d. h. ich habe gute f\u00fcnf Stunden geschlafen und war somit super ausgeschlafen f\u00fcr die Fahrt nach Achupallas, wo ich mit Kevin, Haziel, Washington und seiner Familie dann Weihnachten verbracht habe.<\/p>\n<p>Das Weihnachten dieses Jahr war v\u00f6llig anders und hat sich f\u00fcr mich nicht wirklich wie Weihnachten angef\u00fchlt. Am sp\u00e4ten Nachmittag bin ich mit ein paar anderen in die Kirche gegangen. Allerdings fand ich das recht langweilig. Der Pfarrer hat sehr viel geredet und irgendwann hab ich dann auch aufgeh\u00f6rt mich auf&#8217;s Zuh\u00f6ren und Verstehen zu konzentrieren. W\u00e4hrend des Gottesdienstes wurden Kerzen verteilt und angez\u00fcndet. Mit den Kerzen in der Hand sind wir nach der Messe zu einer Kapelle gezogen, war so eine Art Prozession. Allerdings war es nicht ganz einfach die Kerzen am Brennen zu halten, bei der leichten Brise, die wehte. Vor der Kapelle hat eine Musikgruppe traditionelle Weihnachtsmusik gespielt und es wurden die ganze Zeit feuerwerks\u00e4hnliche Knaller in den Himmel geschossen. Man h\u00f6rte nur einen lauten Knall und sah, wie der Knaller in der Luft explodierte, aber sonst sah man nichts. Das wird gemacht, um Gott zu sagen, dass wir feiern. Und gefeiert wird hier mit sehr viel Alkohol. Nachdem wir ein bisschen der Musik gelauscht haben, sind wir wieder zur\u00fcck zum Haus gegangen und haben gegessen: Truthahn, Salat und Reis. Nach dem Essen wurde ein bisschen Karaoke gesungen und dann sind wir nochmal zu der Kapelle gegangen. Von Weihnachtsfeiertagen, wie wir sie in Deutschland haben, habe ich hier nicht so viel erlebt. Wir waren zwar am 25.12. nochmal in der Kirche &#8211; die Messe hat fast 2 Stunden gedauert -, aber ob das was Besonderes war oder nicht, kann ich nicht sagen. Am Samstag sind wir dann auch wieder nach Riobamba gefahren und haben uns von dem ganzen \u201eWeihnachtsstress\u201c erholt.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_2_placeholderZusammenfassend kann ich sagen, dass ich dieses Weihnachten bestimmt nie vergessen werde, einfach, weil es so komplett anders war, als ich es aus Deutschland kenne. Aber deutsche Weihnachten gefallen mir ehrlich gesagt besser&#8230;<\/p>\n<p>Und jetzt bin ich auch schon so gut wie am Ende angelangt. Ich m\u00f6chte nur noch kurz erw\u00e4hnen, dass der vierte unglaubliche Monat auch schon rum ist und bald schon Halbzeit ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00a1Hasta luego, feliz navidad y un feliz a\u00f1o nuevo!<\/p>\n<p>Less<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a1Hola! Nach langer Zeit kommt mal wieder ein Beitrag aus meinem Leben. Bereits seit Ende November steht bei uns im Haus der Tannenbaum und auch die Krippe steht schon so lange. 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