{"id":2425,"date":"2020-10-29T12:03:50","date_gmt":"2020-10-29T11:03:50","guid":{"rendered":"https:\/\/fernweg.eu\/?p=2425"},"modified":"2020-10-29T14:27:57","modified_gmt":"2020-10-29T13:27:57","slug":"desierto-de-la-tatacoa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fernweg.eu\/?p=2425","title":{"rendered":"Desierto de la Tatacoa  ||  Kolumbien"},"content":{"rendered":"<p>Wir kommen recht fr\u00fch in <em>Neiva<\/em> an. Zwei Italiener sprechen uns an und fragen, ob wir auch in die <em>Desierto de la Tatacoa<\/em> wollen. Wir bejahen und beschlie\u00dfen zusammen zu fahren, damit das Taxi billiger ist. Die Busse von hier aus fahren n\u00e4mlich erst ab neun Uhr. Das hie\u00dfe, zwei Stunden warten. Und mit Warten haben wir auf der bisher kurzen Reise schon genug Zeit verschwendet.<\/p>\n<p>Auf der Fahrt f\u00e4llt Conny auf, das unser Hostel eigentlich in einer ganz anderen Richtung liegt. Da es bei der Buchung und unserem hin und her wegen der gep\u00e4ckbedingten Zeitverz\u00f6gerung aber schon zu einigen Kommunikationsschwierigkeiten kam, ist uns das egal. Wir beschlie\u00dfen, ins gleiche Hostel wie die Italiener zu gehen. In <em>Villavieja<\/em> wird das Taxi von einem Polizisten angehalten. Ab hier geht\u2019s nur noch mit Autorikscha weiter.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2305 size-medium\" src=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa5-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa5-225x300.jpg 225w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa5-768x1024.jpg 768w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa5-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa5-520x693.jpg 520w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa5-740x987.jpg 740w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa5.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>\u00dcber holprige, staubige Wege bekommen wir erste Ausblicke auf die W\u00fcste. Im Hostel angekommen entscheiden wir uns f\u00fcr die billigste Variante zu \u00dcbernachten: die H\u00e4ngematte (umgerechnet knapp 2 \u20ac die Nacht).<\/p>\n<p>Wir essen was und leihen uns Mountainbikes, um die Umgebung zu erkunden. Das Rad hat den unbequemsten Sattel, auf dem ich jemals gesessen bin und einen zu gro\u00dfen Rahmen. Der Weg ist nur Schotter und nach kurzer Zeit beginnen schon die Schmerzen. Das einzig gute an dem Fahrrad: Wir schneller, als wenn wir laufen m\u00fcssten. Und so k\u00f6nnen wir mehr sehen.<\/p>\n<p>Es ist hei\u00df. Wir haben Dauerdurst. Aber es ist sch\u00f6n: roter Sandstein, der mit Kakteen \u00fcberwachsen ist und dann in grauen Sandstein \u00fcbergeht. Es geht viel bergauf. Wir g\u00f6nnen uns zwischendurch ein Eis, das schneller schmilzt, als man es essen kann. Wir kaufen immer wieder Wasser, dass jedes Mal teurer wird und machen mehrere Pausen, um uns mit Sonnencreme einzuschmieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2318 size-medium\" src=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa19-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa19-225x300.jpg 225w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa19-768x1024.jpg 768w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa19-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa19-520x693.jpg 520w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa19-740x987.jpg 740w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_DesiertoTatacoa19.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Es werden auch gef\u00fchrte Touren durch die W\u00fcste abseits der Stra\u00dfen angeboten. Aber da es schon nach Mittag ist, die Tour zwei Stunden dauert und der Startpunkt nicht der Endpunkt ist, entscheiden wir uns dagegen. Die R\u00e4der kann man nicht mitnehmen und eine Stunde extra laufen, nur um die R\u00e4der zu holen, ist uns zu anstrengend. Wir beschlie\u00dfen, den Beginn der Route auf eigene Faust zu erkunden und beobachten, wo der Guide entlang geht, um diesen Weg einige Minuten sp\u00e4ter ebenfalls zu gehen. Wir wollen uns ja nicht verlaufen.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich finden wir endlich, worauf ich so gehofft hatte, es zu sehen: hohe Sandw\u00e4nde, durch die ein schmaler Weg f\u00fchrt. Wir folgen dem Weg und kommen zu einer Lichtung, auf der wir eine Ziege treffen. Da von hier aus kein eindeutiger Pfad mehr zu erkennen ist und wir eigentlich die ganze Zeit das gleiche sehen (Sandstein, Staub, Kakteen und ein paar andere Pflanzen und ausgetrocknete Flussbette) beschlie\u00dfen wir, umzudrehen.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckweg ist dann zum Gl\u00fcck auch nicht mehr so anstrengend wie der Hinweg. Wo es vorher bergauf ging, geht es jetzt bergab. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2319 alignright\" src=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_Essen-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_Essen-300x225.jpg 300w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_Essen-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_Essen-768x576.jpg 768w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_Essen-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_Essen-520x390.jpg 520w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_Essen-740x555.jpg 740w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag4_070919_Essen.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Nachdem wir die R\u00e4der am Hostel abgestellt haben, gehen wir gleich wieder zur\u00fcck auf die Stra\u00dfe. Wir wollen ins Dorf, was essen. Wir gehen nur kurz, da uns dann ein Bus mitnimmt. Im Dorf treffen wir die Italiener. Bei einem Gesch\u00e4ft f\u00fcr Haustierbedarf gibt es Internet f\u00fcr 2000 Kolumbianische Dollar, das sind etwa 50 Cent. Wir holen uns Internet und kontaktieren unsere Familien in der Heimat. Danach suchen wir was zum Essen. Wir finden ein Restaurant, das uns Reis mit Gem\u00fcse und gebratenen Bananen anbietet. Dazu gibt es einen maracuja-\u00e4hnlichen Saft. Es ist das erste richtige Essen f\u00fcr mich heute und es ist verdammt gut. Ich hab die selbstgemachten S\u00e4fte die letzten Jahre echt vermisst.<\/p>\n<p>Nach dem Essen decken wir uns noch mit Proviant f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage ein und fahren wieder zur\u00fcck ins Hostel. Dort befreien wir uns von dem Salz und der Sonnencreme auf der Haut, waschen ein paar Klamotten in einer kleinen, dunklen Dusche und fallen ersch\u00f6pft in unsere H\u00e4ngematte. Es ist meine erste Nacht \u00fcberhaupt in einer H\u00e4ngematte.<\/p>\n<p>In der Nacht wache ich immer wieder mal auf. Es ist recht windig und ich muss meine W\u00e4sche besser an der Leine befestigen, aber sie wird trocken. In der Fr\u00fch werden wir dann aber von einem sch\u00f6nen Sonnenaufgang geweckt. Wir packen unsere Sachen und brechen schon um 7 Uhr auf. Wir wollen n\u00e4mlich ein bisschen mehr von der roten W\u00fcste sehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2323\" src=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag5_080919_DesiertoTatacoa3_1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag5_080919_DesiertoTatacoa3_1-300x225.jpg 300w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag5_080919_DesiertoTatacoa3_1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag5_080919_DesiertoTatacoa3_1-768x576.jpg 768w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag5_080919_DesiertoTatacoa3_1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag5_080919_DesiertoTatacoa3_1-520x390.jpg 520w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag5_080919_DesiertoTatacoa3_1-740x555.jpg 740w, https:\/\/fernweg.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tag5_080919_DesiertoTatacoa3_1.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Diese liegt auf dem Weg ins Dorf <em>Villavieja<\/em>. Eine Stra\u00dfenh\u00fcndin begleitet uns. Wir gehen ein St\u00fcck rein in die \u201ezona roja\u201c (rote Zone) und machen ein paar Fotos, w\u00e4hrend die H\u00fcndin Ziegen jagt. Wir gehen die Stra\u00dfe entlang und setzen uns auf einen Baumstamm. Der Wind k\u00fchlt den K\u00f6rper und ein Apfel stillt den Hunger. Es ist gerade mal 8 Uhr und schon sehr hei\u00df.<\/p>\n<p>Mit einer Autorikscha fahren wir nach <em>Villavieja<\/em>, von wo aus wir mit dem \u201eBus\u201c (war ein Pick-up mit bestuhlter Ladefl\u00e4che und Schutzplane au\u00dfenherum) nach <em>Neiva<\/em> fahren. Sonntags gibt es keinen Busfahrplan, deswegen f\u00e4hrt der Bus erst, wenn er voll ist.<\/p>\n<p>Wir genie\u00dfen nochmal die Aussicht, bevor die stressige Fahrt zur Grenze losgeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Desierto de la Tatacoa ist definitiv einen Besuch wert. Sie ist eine der wenige touristischen Highlights, die Kolumbiens S\u00fcden zu bieten hat. Und sie ist noch nicht \u00fcberlaufen. Landschaftlich wird viel geboten, es gibt viele Hostels und Zeltpl\u00e4tze, man kann Fahrr\u00e4der leihen oder Reittouren machen und man trifft viele nette Leute.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In dieser Slideshow gibt es noch ein paar Eindr\u00fccke von der W\u00fcste:<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir kommen recht fr\u00fch in Neiva an. Zwei Italiener sprechen uns an und fragen, ob wir auch in die Desierto de la Tatacoa wollen. 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